Die Oscar-Filme: „Avatar“

Inhalt

Nachdem die Ressourcen auf der Erde aufgebraucht sind, suchen die Menschen im Weltall nach Alternativen. Auf dem Mond Pandora wurde ein begehrter Rohstoff entdeckt, allerdings ist der Abbau schwierig. Zum einen ist die Atmosphäre für Menschen giftig, zum anderen lebt dort eine humanoide Spezies namens Na’Vi. Mithilfe eines Avatar-Programms soll der Soldat Jake Sully die Na’Vi besser kennenlernen und im Sinne der Army zum Weggang bewegt werden. Ansonsten droht ein militärischer Angriff. Aber Jake verliebt sich in die Na’Vi Neytri und wechselt die Seiten.

Kurzkritik

Aufgrund seines Inhalts ist „Avatar“ sicherlich kein herausragender Film. Alle Elemente der Geschichte hat der Zuschauer schon einmal gesehen, deshalb gibt es auch keine erzählerischen Überraschungen. Vielmehr ist der Film eine Mischung aus „Pocahontas“, „Der mit dem Wolf tanzt“ und anderen bekannten Filmen. Womit „Avatar“ hingegen überzeugt, ist seine Ästhetik. Hier hat James Cameron eine bombastische Welt geschaffen, so dass der Film für den Zuschauer zu einem visuellen Genuss wird. Doch auch hier erinnert manches an Bekanntes, vor allem die Angriffsmaschinen der amerikanischen Soldaten sind den meisten aus „Star Wars“ bekannt.

Für meinen Geschmack war der Film visuell ansprechend, aber zu lang. Die nicht ohnehin vorhersehbare Geschichte wird langsam und vor allem detailverliebt erzählt. Sicherlich trägt diese Erzählweise zu dem ästhetischen Genuss bei, doch ein wenig mehr Tempo hätte dem Film nicht geschadet. Überraschend war für mich, dass der Film eine sehr unamerikanische Haltung einnimmt. Die Parallelen zu aktuellen Ereignissen beispielsweise im Irak sind offensichtlich, die Botschaft ebenso klar: Raus aus einem fremden Land!

Oscarchancen:

Der Film hat gute Chancen auf den Oscar als besten Film, dafür spricht nicht nur der Gewinn des Golden Globes, sondern auch der Erfolg von „Avatar“ an den Kinokassen. Allerdings trägt das neue Abstimmungssystem meines Erachtens dazu bei, dass Filme, die eine breite Mehrheit gut findet, bessere Chancen haben. Und gegen „Avatar“ spricht bei den Oscars gerade sein größter Vorzug: die ästhetische Brillanz, die eindeutig höher als Handlung und Schauspieler gewertet wurde. Die größte Gruppe der stimmberechtigten Mitglieder sind nun einmal die Schauspieler, die deshalb traditionell auch darstellerlastige Filme bevorzugen.

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Published in: on 21. Februar 2010 at 13:00  Schreibe einen Kommentar  
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