Die Oscar-Filme: „Inglourious Basterds“

Inhalt:
Das jüdische Mädchen Shosanna kann dem SS-Standartenführer entkommen, der ihre Familie in ihrem Versteck aufgespürt hat und ermorden lässt. Sie beginnt in Paris ein neues Leben unter neuem Namen und führt dort ein Kino. Eines Tages macht ihr der deutsche Scharfschütze Frederick Zoller Avancen, dessen Heldtaten unlängst verfilmt wurden. Nun soll der Film „Stolz der Nation“ in Shosannas uraufgeführt werden und zur Premiere wird neben Joseph Goebbels auch Adolf Hitler erwartet. Diese Gelegenheit will Shosanna nutzen, um die Führer des Dritten Reiches zu töten. Im besetzten Frankreich macht zudem eine Gruppe amerikanischer Nazi-Jäger von sich reden, die so viele Opfer wie möglich fordert. Die „Basterds“ haben es bereits zu einigem Ruhm gebracht, als sie zusammen mit den Briten einen Anschlag bei der Kinopremiere durchführen sollen. An diesem Tag treffen die verschiedenen Figuren aufeinander …

Kurzkritik:
Obwohl ich kein ausgesprochener Fan von Quentin Tarantino bin, war ich von diesem Film begeistert. „Inglourious Basterds“ hat einfach alles: er ist lustig, spannend und originell. Die Bilder sind von einer eindrucksvollen Ästhetik, aber Tarantino widersteht glücklicherweise der Übertreibung. Der Film ist nicht sonderlich einfach erzählt, unterhält aber dennoch glänzend. Außerdem ist er hervorragend besetzt. Christoph Waltz als Hans Landa ist tatsächlich sensationell, aber selbst Til Schweiger kann in seiner Rolle überzeugen – und das hätte ich vorher nicht gedacht.

Oscarchancen:
Ebenso wie „Up in the Air“ hat „Inglourious Basterds“ durchaus Chancen auf den Oscar als bester Film – dem Abstimmungsstystem sei dank! Allerdings befürchte ich, dass der Film vielen Academy-Mitgliedern zu innovativ ist – obwohl er sich gemessen an Tarantinos anderen Filmen eher am Massengeschmack anlehnt. Gute Chancen hat Tarantino sicherlich in der Drehbuch-Kategorie, allerdings könnte ihm hier auch noch Mark Boal für „The Hurt Locker“ einen Strich durch die Rechnung machen. Auf jeden Fall wird Christoph Waltz ausgezeichnet, alles andere wäre eine faustdicke Überraschung. Sicherlich ist auch zu diskutieren, ob andere Schauspieler ebenfalls eine Nominierung verdient hätten. Hier werden meistens Mélanie Laurent und Diana Kruger genannt. Beide haben zwar gute Leistungen erbracht, ob damit zwangsläufig eine Oscarnominierung verbunden sein muss, weiß ich nicht. Ich fand jedenfalls Vera Farmiga besser als Diane Kruger.

Advertisements
Published in: on 1. März 2010 at 20:23  Schreibe einen Kommentar  
Tags: , , , ,

The URI to TrackBack this entry is: https://filmpreise.wordpress.com/2010/03/01/die-oscar-filme-inglourious-basterds/trackback/

RSS feed for comments on this post.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: