US-Kritikerverband kürt „The Social Network“ zum besten Film

Traditionell eröffent das „National Board of Review“ die Preisverleihungssaison in den USA. Auch wenn der Zusammenschluss aus gut 110 Filmkritikern und Studenten für die Oscars nur wenig Aussagekraft hat, erlauben seine Preise doch einen ersten Blick auf die Wettbewerber der kommenden Preisverleihungen. Die Gewinner sind im Überblick:

Bester Film: „The Social Network“
Beste Regisseur: David Fincher, „The Social Network“
Bester Schauspieler: Jesse Eisenberg, „The Social Network“
Beste Schauspielerin: Lesley Manville, „Another Year“
Bester Nebendarsteller: Christian Bale, „The Fighter“
Beste Nebendarsteller: Jacki Weaver, „Animal Kingdom“
Bester fremdsprachiger Film: „Von Göttern und Menschen“
Bester Dokumentarfilm: „Waiting for „Superman“
Bester Animationsfilm: „Toy Story 3“
Bestes Schauspielensemble: „The Town“
Breakthrough Performance: Jennifer Lawrence, „Winter’s Bone“
Bestes Debüt als Regisseur: Sebastian Junger and Tim Hetherington, „Restrepo“
Spotlight Award: Sylvain Chomet and Jacques Tati, „The Illusionist“
Bestes Originaldrehbuch: Chris Sparling, „Buried“
Bestes adaptiertes Drehbuch: Aaron Sorkin, „The Social Network“
Special Filmmaking Achievement Award: Sofia Coppola for writing, directing, and producing „Somewhere“
William K. Everson Film History Award: Leonard Maltin
NBR Freedom of Expression: „Fair Game“, „Conviction“, „Howl“
Production Design Award: Dante Ferretti, „Shutter Island“

Der klar Siegeszug von „The Social Network“ ist sicherlich eine kleine Überraschung, allerdings stimmen hier Filmstudenten mit ab und ich könnte mir gut vorstellen, dass der „Facebook“-Film bei jüngeren Menschen größeren Anklang findet als bei den im Durschnitt älteren Academy-Mitglieder. Die größte Überraschung ist für mich allerdings der Sieg von Jackie Weaver als beste Nebendarstellerin. Sie hatte ich bislang gar nicht auf der Rechnung.

Darüber hinaus gibt das National Board of Review auch immer Listen über die besten Filme heraus, in diesem Jahr sind seiner Meinung nach die zehn besten Filme in alphabetischer Reihenfolge:

  • „Another Year“
  • „The Fighter“
  • „Hereafter“
  • „Inception“
  • „The King’s Speech“
  • „Shutter Island“
  • „The Town“
  • „Toy Story 3“
  • „True Grit“
  • „Winter’s Bone“

Die zehn besten Independentfilme sind:

  • „Animal Kingdom“
  • „Buried“
  • „Fish Tank“
  • „The Ghost Writer“
  • „Greenberg“
  • „Let Me In“
  • „Monsters“
  • „Please Give“
  • „Somewhere“
  • „Youth in Revolt“

Überraschend ist vor allem, dass „The Kids Are All Right“ keine Rolle spielt. Hier bin ich mal gespannt, ob wenigstens Annette Bening ihrem Favoritenstatus bei den folgenden Preisverleihungen gerecht wird. Auch „Black Swan“ hat zumindest dem National Board of Review wohl nicht überdurchschnittlich gut gefallen. Und das ist ebenfalls eine kleine Sensation.

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