Wie „The Kids Are All Right“ bei den NYFCC-Awards gewonnen hat

Der New York Film Critics Circle hat mit seiner Entscheidung für das Drehbuch von Lisa Cholodenko und Stuart Blumberg und vor allem für Mark Ruffalo als bester Nebendarsteller durchaus für Diskussionen gesorgt. Wie der „Hollywood Reporter“ exklusiv berichtet, hängen diese Entscheidungen vor allem mit den Wahlgängen bei der Preisverleihung zusammen. Es gebe drei Wahlgänge, bei denen im zweiten Wahlgang von jedem Wähler eine Liste der besten drei Kandidaten erstellt wird. Sobald ein Hauptkonkurrent für den eigenen Favoriten also nicht aufgelistet wird, werden dessen Chancen auf den Preis minimiert. Auf diese Weise sei Christian Bale aus der Nebendarsteller-Kategorie gefallen sein, so dass Mark Ruffalo gewinnen konnte.

Die Unterstützung für „The Kids Are All Right“ sei also weitaus leidenschaftlicher gewesen als für andere Filme – oder wie der „Hollywood Reporter“ notiert: „Social Network probably had broader, slightly shallower support,“ says the source. The kids who liked Kids, especially the screenplay, were more like an intellectual SWAT team. „They were really, really into it.“

Sasha Stone von Awards Daily sieht dahinter außerdem eine politische Motivation: „But once I recognized that it was a political decision to advocate – I understood it better. It’s as much about the fight for gay marriage as it is about a movie they just really liked. It’s important to acknowledge this driving force with this film. It isn’t just your ordinary movie about a family; it is part of a progressive movement to help mainstream America understand that gay parents are as valid as straight ones. No one can complain about that. I certainly won’t.“

Meiner Meinung nach stimmt an dieser Beobachtung viel, zumal es vor allem die Schwächen der Abstimmungspraxis der Kritikervereinigungen offenlegt. Darüber darf aber nicht die Qualität des Films vergessen werden. Aaron Sorkins Drehbuch zu „The Social Network“ ist herausragend, aber auch das Drehbuch von Lisa Cholodenko ist sehr gut. Hier sollte vielmehr darüber diskutiert werden, ob eine Adaption – wie von Sorkin – mit einem Originaldrehbuch verglichen werden kann. Und Mark Ruffalo war gut in dem Film. Ob er besser war als Christian Bale ist schwer zu beurteilen – zumal ich „The Fighter“ auch noch nicht gesehen habe. Aber dass selbst bei Entscheidungen über Filmpreise politische Gründe eine Rolle spielen, ist sicherlich kein Geheimnis. Dadurch wird die ganze Geschichte aber auch interessanter!

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Published in: on 14. Dezember 2010 at 10:38  Comments (1)  
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  1. […] Nebendarsteller 1. Christian Bale, „The Fighter“ 2. Geoffrey Rush, „The King’s Speech“ 3. Mark Ruffalo, „The Kids Are All Right“ 4. Jeremy Renner, „The Town“ 5. Andrew Garfield, „The Social […]


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