Oscar 2011 – Wer soll den Preis für die beste Regie erhalten?

(c) A.M.P.A.S.

Eigentlich stand der Preisträger in dieser Kategorie schon mehr oder minder fest: David Fincher galt für „The Social Network“ als DER Favorit. Doch dann kamen die DGA-Awards – und Tom Hooper gewann. Weitere Preise für „The King’s Speech“ folgten und plötzlich erscheint gar nichts mehr sicher.

Wie seht Ihr es? Sollte David Fincher für die beste Regie ausgezeichnet werden? Oder doch vielleicht die Coen-Brüder?

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Published in: on 26. Februar 2011 at 08:00  Schreibe einen Kommentar  
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DGA-Awards: Joel und Ethan Coen sind nicht nominiert

Die Directors Guild of America hat ihre Nominierungen bekanntgegeben und damit die Favoriten auf den diesjährigen Oscar für die beste Regie gekürt. Die Nominierungen von DGA und Academy Awards stimmen zu 80 Prozent überein, in der 62-jährigen Geschichte haben nur sechs Oscar-Gewinner keinen DGA-Award erhalten.

Die Nominierten sind in diesem Jahr:

David Fincher, „The Social Network“
Tom Hooper, „The King’s Speech“
Darren Aronofsky, „Black Swan“
David O. Russell, „The Fighter“
Christopher Nolan, „Inception“

Damit decken sich die DGA-Award-Nominierungen mit den Kandidaten für einen Golden Globe! Die größte Überraschung ist sicherlich, dass Joel und Ethan Coen nicht für „True Grit“ nominiert wurden, dafür erhält Tom Hooper endlich größere Aufmerksamkeit. Er ist in den USA der unbekannteste der fünf Regisseure, so dass seine und „The King’s Speech“ Chancen auf weitere Preise durch diese Nominierung zweifellos steigen!

NSFC Awards: „The Social Network“ gewinnt mal wieder

Fast ist es schon wie bei „Und täglich grüßt das Murmeltier“ – nur unter dem Titel „Und täglich gewinnt „The Social Network“. Der Facebook-Film, David Fincher und Drehbuch-Autor Aaron Sorkin haben auch die National Society of Film Critics überzeugt und insgesamt vier Preise gewonnen. Denn auch Jesse Eisenberg setzte sich knapp gegen Colin Firth („The King’s Speech“) durch. Dieser Durchmarsch von „The Social Network“ überrascht mich schon, denn für mich war es zwar ein guter Film – aber derart überragend?

Nun ja, immerhin gab es bei den NCFS-Awards noch einige Überraschungen: So gewann Giovanna Mezzogiorno für „Vincere“ – der in Deutschland noch keinen Starttermin hat – als beste Hauptdarstellerin und die besten Nebendarsteller wurden Geoffre Rush („The King’s Speech“) und Olivia Williams („The Ghost Writer“).

Hier eine Übersicht über die jeweils ersten drei Plätze der Awards mit Anzahl der Stimmen in Klammern:

Bester Film
1. „The Social Network“ (61)
2. „Carlos – Der Schakal“ (28)
3. „Winter’s Bone“ (18)

Bester Regisseur
1. David Fincher, „The Social Network“ (66) „The Social Network
2. Olivier Assayas, „Carlos – Der Schakal“ (36)
3. Roman Polanski, „The Ghost Writer“ (29)

Bester Hauptdarsteller
1. Jesse Eisenberg, „The Social Network“, (30)
2. Colin Firth, „The King’s Speech“ (29)
2. Edgar Ramirez, „Carlos – Der Schakal“ (29)

Beste Hauptdarstellerin
1. Giovanna Mezzogiorno, „Vincere“, (33)
2. Annette Bening, „The Kids Are All Right“ (28)
3. Lesley Manville, „Another Year“ (27)

Bester Nebendarsteller
1. Geoffrey Rush, „The King’s Speech“, (33)
2. Christian Bale, „The Fighter“ (32)
3. Jeremy Renner, „The Town“ (30)

Beste Nebendarstellerin
1. Olivia Williams, „The Ghost Writer“ (37)
2. Amy Adams, „The Fighter“ (28)
3. Melissa Leo, „The Fighter“ (23)
3. Jacki Weaver, „Animal Kingdom“ (23)

Bester Dokumentarfilm
1. „Inside Job“ (25)
2. „Bansky – Exit Through the Gift Shop“ (21)
3. „Last Train Home“ (15)

Bestes Drehbuch
1. Aaron Sorkin, „The Social Network“ (73)
2. David Seidler, „The King’s Speech“ (25)
3. Roman Polanski and Robert Harris, „The Ghost Writer“ (19)

Bester fremdsprachiger Film

1. „Carlos – Der Schakal“ (31)
2. „Ein Prophet“ (22)
3. „White Material“ (16)

Bester Kamera
1. Roger Deakins, „True Grit“ (31)
2. Matthew Libatique, „Black Swan“ (27)
3. Harris Savides, „Somewhere“ (18)

Published in: on 9. Januar 2011 at 13:06  Schreibe einen Kommentar  
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Online Film Critics Society Awards 2010 – „The Social Network“ gewinnt erneut

An David Fincher und „The Social Network“ führt in diesem Jahr kein Weg vorbei, wie die Bekanntgabe der Gewinner der Online Film Critics Society Awards zeigt:

Bester Film: „The Social Network“
Beste Regie: David Fincher für „The Social Network“
Bester Hauptdarsteller: Colin Firth für „The King’s Speech“
Beste Hauptdarstellerin: Natalie Portman für „Black Swan“
Bester Nebendarsteller: Christian Bale für „The Fighter“
Beste Nebendarstellerin: Hailee Steinfeld für „True Grit“
Bestes Originaldrehbuch: Christopher Nolan für „Inception“
Bestes adaptiertes Drehbuch: Aaron Sorkin für „The Social Network“
Beste Kamera: Roger Deakins für „True Grit“
Bester Schnitt: Lee Smith für „Inception“
Bester Animationsfilm: „Toy Story 3“
Bester fremdsprachiger Film: „Mother“
Bester Dokumentarfilm: „Exit Through the Gift Shop“

New York Film Critics Circle – Annette Bening wird beste Hauptdarstellerin

Ohne die Leistungen von Aaron Sorkin bei „The Social Network“ mindern zu wollen: Ich freue mich riesig, dass Lisa Cholodenko and Stuart Blumberg einen Preis für das Drehbuch von „The Kids Are All Right“ erhalten haben! Auch wenn dieK Kritiker darüber nachdenken sollten, zwischen Original- und adaptiertem Drehbuch zu unterscheiden!

Aber auch die New Yorker Filmkritiker lieben „The Social Network“ und haben David Finchers Drama zum besten Film gekürt. Die Darstellerpreise haben Colin Firth („The King’s Speech“), Annette Bening („The Kids Are All Right“), Mark Ruffalo („The Kids Are All Right) und Melissa Leo („The Fighter“).

Hier die Preisträger im Überblick:

Bester Film: „The Social Network”
Beste Regie: David Fincher („The Social Network”)
Bester Schauspieler: Colin Firth („The King’s Speech”)
Beste Schauspielerin: Annette Bening („The Kids Are All Right”)
Bester Nebendarsteller: Mark Ruffalo („The Kids Are All Right”)
Beste Nebendarstellerin: Melissa Leo („The Fighter”)
Bestes Drehbuch: Stuart Blumberg, Lisa Cholodenko („The Kids Are All Right”)
Bester Animationsfilm: „The Illusionist”
Bester Dokumentarfilm: „Inside Job”
Bester fremdsprachiger Film: „Carlos”
Beste Kamera: Matthew Libatique („Black Swan”)
Bester Spielfilmdebüt: David Michod („Animal Kingdom”)

New York Film Critics: „The Social Network“ und Natalie Portman gewinnen

Heute haben auch die Filmkritiker von New York ihre Preisträger bekanntgegeben – und erstmals ist „Black Swan“ mehrfach unter den Preisträgern. Bester Film ist erwartungsgemäß „The Social Network“. Über die Bedeutung dieses Siegeszuges von David Finchers Film bei den Kritikerpreisen folgt im Laufe des Tages noch eine Einschätzung!

Bester Film: „The Social Network“
Bester Regisseur: David Fincher für „The Social Network“
Bester Schauspieler: James Franco für „127 Hours“
Beste Schauspielerin: Natalie Portman für „Black Swan“
Bester Nebendarsteller: Christian Bale für „The Fighter“
Beste Nebendarstellerin: Melissa Leo für „The Fighter“
Breakthrough Performance: Noomie Rapace für „The Millenium Trilogy“
Bester Debüt-Regisseur: John Wells („The Company Men“)
Bestes Schauspielerensemble: „The Kids Are All Right“
Bestes Drehbuch: Aaron Sorkin für „The Social Network“
Bester fremdsprachiger Film: „I Am Love“
Bester Animationsfilm: „Toy Story 3“
Beste Kamera: Matthew Libatique für „Black Swan“
Beste Musik: Clint Mansell für „Black Swan“

Außerdem küren die New Yorker Filmkritiker noch die zehn besten Filme des Jahres:
„127 Hours“
„Another Year“
„Black Swan“
„Blue Valentine“
„Der Ghostwriter“
„Inception“
„The Kids Are All Right“
„The King’s Speech“
„Scott Pilgrim vs. the World“
„The Social Network“

US-Kritikerverband kürt „The Social Network“ zum besten Film

Traditionell eröffent das „National Board of Review“ die Preisverleihungssaison in den USA. Auch wenn der Zusammenschluss aus gut 110 Filmkritikern und Studenten für die Oscars nur wenig Aussagekraft hat, erlauben seine Preise doch einen ersten Blick auf die Wettbewerber der kommenden Preisverleihungen. Die Gewinner sind im Überblick:

Bester Film: „The Social Network“
Beste Regisseur: David Fincher, „The Social Network“
Bester Schauspieler: Jesse Eisenberg, „The Social Network“
Beste Schauspielerin: Lesley Manville, „Another Year“
Bester Nebendarsteller: Christian Bale, „The Fighter“
Beste Nebendarsteller: Jacki Weaver, „Animal Kingdom“
Bester fremdsprachiger Film: „Von Göttern und Menschen“
Bester Dokumentarfilm: „Waiting for „Superman“
Bester Animationsfilm: „Toy Story 3“
Bestes Schauspielensemble: „The Town“
Breakthrough Performance: Jennifer Lawrence, „Winter’s Bone“
Bestes Debüt als Regisseur: Sebastian Junger and Tim Hetherington, „Restrepo“
Spotlight Award: Sylvain Chomet and Jacques Tati, „The Illusionist“
Bestes Originaldrehbuch: Chris Sparling, „Buried“
Bestes adaptiertes Drehbuch: Aaron Sorkin, „The Social Network“
Special Filmmaking Achievement Award: Sofia Coppola for writing, directing, and producing „Somewhere“
William K. Everson Film History Award: Leonard Maltin
NBR Freedom of Expression: „Fair Game“, „Conviction“, „Howl“
Production Design Award: Dante Ferretti, „Shutter Island“

Der klar Siegeszug von „The Social Network“ ist sicherlich eine kleine Überraschung, allerdings stimmen hier Filmstudenten mit ab und ich könnte mir gut vorstellen, dass der „Facebook“-Film bei jüngeren Menschen größeren Anklang findet als bei den im Durschnitt älteren Academy-Mitglieder. Die größte Überraschung ist für mich allerdings der Sieg von Jackie Weaver als beste Nebendarstellerin. Sie hatte ich bislang gar nicht auf der Rechnung.

Darüber hinaus gibt das National Board of Review auch immer Listen über die besten Filme heraus, in diesem Jahr sind seiner Meinung nach die zehn besten Filme in alphabetischer Reihenfolge:

  • „Another Year“
  • „The Fighter“
  • „Hereafter“
  • „Inception“
  • „The King’s Speech“
  • „Shutter Island“
  • „The Town“
  • „Toy Story 3“
  • „True Grit“
  • „Winter’s Bone“

Die zehn besten Independentfilme sind:

  • „Animal Kingdom“
  • „Buried“
  • „Fish Tank“
  • „The Ghost Writer“
  • „Greenberg“
  • „Let Me In“
  • „Monsters“
  • „Please Give“
  • „Somewhere“
  • „Youth in Revolt“

Überraschend ist vor allem, dass „The Kids Are All Right“ keine Rolle spielt. Hier bin ich mal gespannt, ob wenigstens Annette Bening ihrem Favoritenstatus bei den folgenden Preisverleihungen gerecht wird. Auch „Black Swan“ hat zumindest dem National Board of Review wohl nicht überdurchschnittlich gut gefallen. Und das ist ebenfalls eine kleine Sensation.