Oscar 2011 – Alle Gewinner im Überblick

So, eine für Oscar-Verhältnisse kurze Nacht neigt sich dem Ende – und hier alle Gewinner einer der langweiligsten Verleihungen aller Zeiten:

Bester Film: „The King’s Speech“
Beste Regie: Tom Hooper für „The King’s Speech“
Bester Hauptdarsteller: Colin Firth für „The King’s Speech“
Beste Hauptdarstellerin: Natalie Portman für „Black Swan“
Bester Nebendarsteller: Christian Bale für „The Fighter“
Beste Nebendarstellerin: Melissa Leo für „The Fighter“
Bester Animationsfilm: „Toy Story 3“
Beste Ausstattung: „Alice im Wunderland“
Beste Kamera: „Inception“
Beste Kostüme: „Alice im Wunderland“
Bester Dokumentarfilm: „Inside Job“
Bester dokumentarischer Kurzfilm: „Strangers no more“
Bester Schnitt: „The Social Network“
Bester fremdsprachiger Film: „In einer besseren Welt“ (Dänemark)
Bestes Make-up: „The Wolfman“
Beste Originalmusik: „The Social Network“
Bester Originalsong: „We belong together“ (Randy Newman, „Toy Story 3“)
Bester animierter Kurzfilm: „Madagascar, carnet de voyage“
Bester Live Action Kurzfilm: „God of Love“
Bestes Sound Editing: „Inception“
Bestes Sound Mixing: „Inception“
Beste visuelle Effekte: „Inception“
Bestes adaptiertes Drehbuch: Aaron Sorkin, „The Social Network“
Bestes Originaldrehbuch: David Seidler für „The King’s Speech“

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Published in: on 28. Februar 2011 at 04:47  Comments (1)  
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Golden Globes 2011 – Danke, Ricky Gervais!

Ricky Gervais! Oh ja! Dank ihm begann die Verleihung der Golden Globes sehr vielversprechend, ich habe über seine furchtlosen Witzen sehr gelacht. Wer Bruce Willis als Vater von Asthon Kutcher ansagt, im Angesicht von Angelina Jolie und Johnny Depp über „The Tourist“ spottet und Hugh Hefner mit der neuen Serie „Walking Dead“ assoziiert, dürfte nach normalen Regeln keine Preisverleihung moderieren. Vielen Dank, dass Ricky Gervais dennoch moderieren durfte – denn ich habe mich bestens amüsiert.

Ohnehin war die Show überraschend kurzweilig – jedenfalls bis zu den letzten Preisen, bei denen sich – gähn! – nur die Favoriten durchsetzten. Nun steht uns wohl eine seeeehr lahme Oscar-Show bevor, auch wenn ich nach wie vor die Hoffnung nicht aufgebe, dass den Mitgliedern der Academy bei „The Social Network“ die positiven Charaktere fehlen.

Aber erst einmal zu den Globes. Neben Ricky Gervais war Robert de Niros spitzzüngige Dankesrede durchaus ein Höhepunkt, auch wenn die anwesenden Gäste das vielleicht ein wenig anders sahen. Aber seine Bemerkungen über abwesende Kellner, die negativen Kritiken seines neuen Streifens und 3D-Filme haben mich bestens amüsiert. Eine Schande war hingegen die gnadenlose Einblendung der Musik bei dem Gewinn von Katey Sagal, die sehr gerührt war – und die vor allem die Fernsehzuschauer außerhalb der USA nur selten zu sehen bekommen. Hier herrscht bei den Film- und Fernsehgewinnern wohl eine Zwei-Klassengesellschaft, da Christian Bale zuvor sehr vielen Menschen danken durfte. Leicht peinlich berührt war ich von dem Auftritt von Melissa Leo, die doch sehr ekstatisch war. Ansonsten waren insbesondere die Fernsehschauspieler warmherzig und gerührt, während die meisten Filmstars doch recht professionell agierten. Sehr schön war Annette Benings Dank an ihren Mann und Colin Firths Rede, Natalie Portmans Danksagungen waren hingegen eher lahm. Weitaus mehr hat mich da die Frage beschäftigt, ob es wirklich als kleiner Scherz gemeint war, dass Angelina-Jolie-Verschnitt Megan Fox den Film „The Tourist“ präsentierte?

Die Gewinner im Überblick:
Beste Regie: David Fincher für „The Social Network“
Beste Hauptdarstellerin (Musical/Komödie): Annette Bening für „The Kids Are All Right“
Beste Hauptdarstellerin (Drama): Natalie Portman für „Black Swan“
Bester Hauptdarsteller (Musical/Komödie): Paul Giamatti für „Barney’s Version“
Bester Nebendarsteller: Christian Bale für „The Fighter“
Bester Song: „You haven’t seen the last of me“ aus „Burlesque“
Beste Musik: Trent Reznor und Atticus Ross für „The Social Network“
Bestes Drehbuch: Aaron Sorkin für „The Social Network“
Bester Animationsfilm: „Toy Story 3“
Bester fremdsprachiger Film: „In a better world“

Published in: on 17. Januar 2011 at 11:17  Comments (4)  
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Oscar 2010 – Die Show, die Gewinner und ein Beigeschmack

Gestern Nacht lief sie nun, die Oscarverleihung 2010. Und obwohl ich mich sehr gefreut hatte und mit allen Gewinnern ganz gut leben kann, bin ich mit der Show nicht ganz zufrieden. Aber der Reihe nach …

Die Show war im Vergleich zu den letzten Jahren eher Durchschnitt. Nachdem die Verleihung 2009 dank Hugh Jackman und zahlreicher Musicalnummern viel nostalgischen Charme versprühte, fehlte der diesjährigen Verleihung des gewisse Etwas. Alles wirkte sehr perfekt durchorganisiert, es gab keinen Raum für Spontanität. Dabei hatte die Show mit der Musikeinlage von Neil Patrick Harris und dem Eröffnungsdialog von Steve Martin und Alec Baldwin durchaus vielversprechend begonnen. Doch schon nach den ersten Preisträgern und der gnadenlosen Begrenzung der Dankesreden war offensichtlich, dass bei dieser Verleihung keine besondere Emotionalität aufkommen konnte. Anstatt minutenlang John Hughes zu gedenken, hätte die Produzenten lieber dem Drehbuch-Gewinner Geoffrey Fletcher ein wenig mehr Zeit geben sollen. Aber so bleibt Mo’niques Dankesrede bei den Golden Globes DIE Rede in diesem Jahr.

Gut gefallen hat mir hingegen die Präsentation der Hauptdarsteller, die erneut von einem Kollegen vorgestellt wurden. Dadurch erhält jeder eine Würdigung, so dass der berühmte Satz „it’s an honor to be nominated“ ein wenig mit Bedeutung erfüllt wird. Allerdings war die Präsentation des Oscars für den besten Film in meinen Augen skandalös. Eigentlich sollte dieser Preis der Höhepunkt des Abends sein, aber Tom Hanks hat den Gewinner derart schnell vorgelesen, dass man den Eindruck gewinnen könnte, die Sorge um ein rechtzeitiges Ende der Show sei dringender als eine würdige Präsentation des Gewinners.

Aber nun zu den Gewinnern. Auch wenn ich darauf gehofft hatte, dass „Up in the Air“ oder auch „Inglourious Basterds“ letztendlich den Preis für den besten Film erhalten, kann ich mit „The Hurt Locker“ sehr gut leben. Es ist ein für amerikanische Verhältnisse bemerkenswerter Film, der mit wenig finanziellen Möglichkeiten gedreht wurde und dem Zuschauer durchaus etwas zutraut. Der Oscar für Christoph Waltz ist sehr verdient, die anderen Leistungen kann ich aus eigener Anschauung noch nicht beurteilen. Ob allerdings Sandra Bullock den Oscar verdient hat, mag ich bezweifeln. Meines Erachtens wäre es ganz einfach an der Zeit für Meryl Streep gewesen. Auch wenn immer auf ihren 16 Nominierungen herumgeritten wird: Sie war großartig in „Julie & Julia“ und der dritte Oscar ist längst überfällig.
Mit Wohlwollen habe ich außerdem zur Kenntnis genommen, dass „Avatar“ mit nur drei Oscars ausgezeichnet wurde. Auch wenn der Kamerapreis zumindest für mich überraschend war, hätte der Film meines Erachtens auch nicht mehr Preise verdient. Aber nun interessiert mich umso mehr, wie „Avatar“ bei den Globes derart abräumen konnte. Es ist ein wenig eine verkehrte Welt in diesem Jahr. Üblicherweise zeichnen die Auslandskritiker die kleinen, unabhängigen Filme aus, während sich die Oscars auf konventionellen Bahnen bewegen. Auch wenn sich Globes und Oscars in den letzten Jahren bei den Siegern oft einig waren – irgendwie ist in diesem Jahr bei den Globes etwas schief gelaufen.

Insgesamt lässt sich zu der Verleihung also sagen, dass die Gewinner alle in Ordnung gehen, die Show aber weiter überarbeitet werden muss. Vielleicht sollten die Produzenten und ABC nicht nur auf die Quoten blicken, sondern sich darauf konzentrieren, eine stimmige Show zu konzipieren. Denn dann schalten die Leute auch gerne die Oscarverleihung ein!

Published in: on 8. März 2010 at 14:52  Schreibe einen Kommentar  
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Die Oscar-Gewinner 2010

Hier kommen kurz und bündig die Oscar-Gewinner 2010:

Best Picture: „The Hurt Locker” Kathryn Bigelow, Mark Boal, Nicolas Chartier, Greg Shapiro
Best Director: „The Hurt Locker” Kathryn Bigelow
Best Actor: Jeff Bridges in „Crazy Heart”
Best Actress: Sandra Bullock in „The Blind Side”
Best Supporting Actor: Christoph Waltz in „Inglourious Basterds”
Best Supporting Actress: Mo’Nique in „Precious”
Best Original Screenplay: „The Hurt Locker” Written by Mark Boal
Best Adapted Screenplay: „Precious” Screenplay by Geoffrey Fletcher
Best Foreign Language: „The Secret in Their Eyes (El Secreto de Sus Ojos)” Argentina
Best Animated Film: „Up” Pete Docter
Best Documentary: „The Cove” Louie Psihoyos and Fisher Stevens
Best Cinematography: „Avatar” Mauro Fiore
Best Art Direction: „Avatar” Rick Carter, Robert Stromberg, Kim Sinclair
Best Costumes: „The Young Victoria” Sandy Powell
Best Editing: „The Hurt Locker” Bob Murawski and Chris Innis
Best Score: „Up” Michael Giacchino
Best Song: „The Weary Kind”(Crazy Heart) Ryan Bingham and T Bone Burnett
Best Makeup: „Star Trek” Barney Burman, Mindy Hall and Joel Harlow
Best Visual Effects: „Avatar” Joe Letteri, Stephen Rosenbaum, Richard Baneham, Andrew R. Jones
Best Sound Editing: „The Hurt Locker” Paul N.J. Ottosson
Best Sound Mixing: „The Hurt Locker” Paul N.J. Ottosson and Ray Beckett
Best Animated Short: „Logorama” Nicolas Schmerkin
Best Live Action Short: „The New Tenants” Joachim Back and Tivi Magnusson
Best Documentary Short: „Music by Prudence” Roger Ross Williams and Elinor

Published in: on 8. März 2010 at 14:30  Schreibe einen Kommentar  
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Gewinner der Golden Globes 2010

Nun stehen die Gewinner der Golden Globes fest und meine Tipps waren durchschnittlich – zumindest in den Schauspielerkategorien lag ich fast immer richtig:

Beste Hauptdarstellerinnen sind Meryl Streep (Komödie) und Sandra Bullock (Drama). Sofern Sandra Bullock für einen Oscar nominiert wird, wird es sehr spannend. Hier dürften vor allem die SAG-Awards und BAFTA-Verleihung weitere Hinweise geben.

Bei den Hauptdarstellern hat Jeff Bridges (Drama) gewonnen und darf nun auch mit einer Oscarnominierung rechnen. Fraglich ist aber, wer im Fall einer Oscarnominierung von Jeremy Renner die Nase vorn hat. Der beste Hauptdarsteller in einer Komödie ist nicht Matt Damon, sondern Robert Downey Jr.

Beste Nebendarsteller sind Mo’nique und Christoph Waltz. Eine andere Entscheidung wäre auch eine Riesenüberraschung gewesen. Auch meine anderen Tipps waren richtig: „Das weiße Band“ ist bester fremdsprachiger Film, Jason Reitman hat das beste Drehbuch geschrieben.

Nun zu den Kategorien, bei denen ich voll daneben lag!

Bester Film ist tatsächlich „Avatar“ geworden – ausgerechnet die Filmkritiker zeichnen das Technik-3D-Spektakel aus. Da werden bei mir sofort böse Erinnerungen an „Titanic“ wach, der Film, der 1997 fast jeden Oscar gewonnen hat – und in den Schauspielerkategorien nicht einmal ausgezeichnet wurde. Oh nee.

Der Preis für die beste Regie ging demnach auch an James Cameron. Es ist schade, dass die Hollywood Forein Press Association sich so entschieden hat. Mit Jason Reitman und Quentin Tarantino waren zwei Regisseure nominiert, die für eine Verbindung von Kunst und Kommerz stehen, mit Kathryn Bigelow war endlich mal wieder eine Frau nominiert – doch anscheinend bevorzugen die Kritiker den konventionellen Weg.

Ohnehin haben sich die Auslandskritiker bei den Gewinnern in den Film– und Fernsehkategorien von dem vielen Kommerz-Gerede des letzten Jahres wohl beeinflussen lassen und sich zumeist für die erfolgreichen Filme entschieden. Daher ist die momentan wohl spannendste Frage, inwieweit sich dieser Trend auch bei den Oscars fortgesetzt. Die Nominierungen werden am 2. Februar bekanntgegeben.

Published in: on 18. Januar 2010 at 10:34  Comments (1)  
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